Lichtenauhalle Hechingen

 

 

 

Konzept

In einer Planungsgemeinschaft mit dem Hochbauamt wurde die neue Dreifachsporthalle des Gymnasium Hechingen geplant und 2011 verwirklicht. Durch die Ablösung des Daches wird eine helle Sportstätte geschaffen. Äusserlich wird die Halle sich in Grautönen mit Farbakzenten dem Schulareal zuordnen. Die Auflösung der Eveltstraße wird diesen Effekt unterstützen und Raum für die Gestaltung eines zusammengehörenden Sportbereich geben. 

Die 3-Feldhalle wurde schwerpunktmäßig als Schulsporthalle für das Gymnasium Hechingen entwickelt. Die Sportlehrer wirkten bei der Möbilierung (Geräte, Ausstattung, Spielfeld) aktiv mit und halfen so, die Möglichkeiten für die Schüler zu optimieren. Die Vereinsnutzung am Spätnachmittag und Abend wurde dann schwerpunktmäßig durch den Einbau einer Kletterwand vom Alpenverein verbessert. Eine mobile Tribüne für insgesamt 199 Besucher soll verschiedenste Veranstaltungen unterstützen.

Fertigstellung 2011

Kubatur 15.000 m³

BGF           k.A.

KGR 3+4   2.900.000,-

 

 

 

 

Ökologie

Das Wohlempfinden des Nutzers ist bei einer Sportstätte von hoher Bedeutung. Sportliche Aktivitäten wie auch entspannende Übungen verlangen nach optimaler Behaglichkeit. Die Lichtenauhalle wurde mit einem Belüftungssystem ausgestattet welches die Halle mit vortemperierter Frischluft versorgt. Dabei strömt die Frischluft, auch bei hohem Lüftungsbedarf, mit langsamer Geschwindigkeit aus, und bildet einen Frischluftsee über dem Hallenboden. Die am Menschen erwärmte (verbrauchte ) Luft steigt auf und wird an der Hallendecke abgesaugt. Warme Oberflächen (Holz) und eine Fussbodenheizung ermöglichen optimale Bedingungen für Liegeübungen, Kinderturnen, Yoga etc. Für Mannschaftssport oder Federball ist eine blendfreie Umgebung von hoher Bedeutung. Bewegliche Verschattungen an Süd-, Ost- und Westseite verhindern die Blendung durch Sonne und ermöglichen gleichzeitig einen gut belichteten Raum. Schallschutzmaßnahmen an Wänden, Trennwänden und Decke erhöhen den akustischen Komfort.

Innovatives Energiekonzept


Passive und aktive Energieelemente waren integraler Bestandteil des Entwurfsprozesses. So verhindert eine gut isolierte Hülle Wärmeverluste während des Winters. Die beweglichen Verschattungselemente bieten Schutz vor Blendung und Überhitzung bei gleichzeitig maximalem Lichteinfall. Thermische
Masse puffert die Temperaturspitzen und ermöglichen die Nutzung der Nachtkälte. Auf der aktiven Seite versorgt eine Lüftungsanlage die Halle mit Frischuft. Luftkollektoren auf dem Dach sorgen dabei für eine kostengünstige und ökologische Vortemperierung. Zusätzlich kann die Abwärme der Abluft mittels Wärmetauscher genutzt werden. Ein Erdkollektor ermöglicht auch kühle Belüftung während des Sommers und verhindert dadurch ein Überhitzen. Dieses System bietet eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Lösung auf die erhöhten Lüftungsanforderungen einer Sportstätte. Der Restwärmebedarf wird mittels Fernwärme über eine Fussbodenheizung erbracht.

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